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The Sweet "The Sweet" war die kommerziell erfolgreichste Glam-Rock-Gruppe der 70er Jahre. Sie stammte aus dem englischen Middlesex, nannte sich ursprünglich Sweet Shop und trat bis 1970 sowohl in Clubs als auch in Diskotheken auf, sie waren zeitweise sogar in Skandinavien und Italien engagiert. Gründungsmitglieder:
Nach ersten erfolglosen Plattenaufnahmen und einem gekündigten Plattenvertrag holte der Produzent und ehemalige Drummer Phil Wainman die Musiker ins Studio. Mit einer Serie von Hit-Konfektionsware aus der Feder von Mike Chapman und Nicky Chinn, die mit den Hits für The Sweet den Grundstein ihrer beispiellosen Hit-Dominanz in den 70ern legten, gelang der Gruppe der Einstieg in die deutschen Charts. Bereits die zweite Single dieser Zusammenarbeit, Co-Co, landete in den deutschen Charts auf Platz 1 (GB 2). Nach den ähnlich poppigen Singles Wig Wam Bam, Poppa Joe und Little Willy wurde ihnen ab 1973 ein härteres, zeitgemäßes Image als Glamrock-Band nebst entsprechendem Hit-Material verpasst. Nun ganz auf der modischen Höhe der Zeit landeten sie mit Blockbuster, das 1973 der größte Erfolg für Sweet in Großbritannien wurde, Hell Raiser, Ballroom Blitz, Teenage Rampage und Turn it down eine Serie recht ähnlich klingender Rock-Hymnen, die mit Sirenen und Donnerschlag aufgepeppt, allesamt die Spitzen der Charts erreichten. Ähnlich wie später etwa Frankie Goes to Hollywood waren The Sweet, ohne ihre musikalischen Fähigkeiten tatsächlich bestimmen zu können, lange Zeit ein Spielball der Musikindustrie. Kritiker der schreibenden Zunft behaupteten, das Stimmen der Instrumente sei für The Sweet weniger wichtig als das richtige Outfit gewesen. Mit ihren ins Gesicht gezupften Vokuhila-Frisuren erschien das Quartett wie eine moderne Version der Beatles. Die Musiker waren große Fans von The Who, was sich beispielsweise auf Alben wie Desolation Boulevard nachhören lässt. In der Folgezeit ließ der Erfolg der Band etwas nach, und die Bandmitglieder wollten sich auch verstärkt mit eigenen Songs einbringen. Auf den LPs und auf den B-Seiten der meisten Singles waren sie bereits mit eigenen Songs vertreten, jedoch die erste eigene Single hieß "Fox on the Run" und der Song war zunächst nur als relativ harter Rocksong auf der LP "Desolation Boulevard" zu hören. Die Single und eine überarbeitete LP mit der neuen Version kam kurze Zeit später auch auf den Markt. Wegen dieser Single war die Band nach einer Interview-Aussage von Mick Tucker sehr nervös, weil The Sweet sich damit selbstständig machen wollten. Der Erfolg zeigte, daß sie mit ihrem Konzept Recht hatten. Die Band brachte weitere LPs wie "Give Us A Wink" und "Off the Record" heraus, um danach die Plattenfirma zu wechseln. Die neue LP mit Namen "Level Headed" erschien dann bei Polydor bzw in Japan und den USA bei Capitol. Aus letzterer stammt die Single "Love Is Like Oxygen", die 1978 die Top Ten in Deutschland und Großbritannien erreichte. Insgesamt hatten The Sweet in Deutschland 16 Hits in den Top Ten, von denen acht Titel den ersten Platz belegten. In England erreichte nur Blockbuster die Nummer Eins, wobei jedoch die Charts sich nur an einer Zeitung orientierten. Berücksichtigt man mehrere Zeitungen, dann hatte die Band mindestens drei Nummer-Eins-Hits. Schließlich zerbrach die klassische Bandbesetzung - nicht zuletzt wegen des alkoholbedingt schlechten Gesundheitszustands des Sängers Brian Connolly. Er verließ die Band 1979, und die verbleibenden Mitglieder brachten die recht erfolglose LP "Cut Above The Rest" heraus. In der selben Besetzung kamen noch "Waters Edge", die in Amerika schlicht "Six" hieß, heraus, schließlich die LP "Identity Crisis" in Deutschland und Südamerika. Auch Brian Connolly war nicht untätig. Er veröffentlichte drei erfolglose Singles. Auch eine in den 80ern veröffentlichte LP hatte nur mäßige Verkaufszahlen. Daneben gründete er die Band "New Sweet" und tourte mit ihnen durch die Lande - während The Sweet mit Mick Tucker und Andy Scott weiterhin auf großen Bühnen auftrat. Brian Connolly hingegen war bis zu seinem Tod (9. Februar 1997, Nierenversagen, verbunden mit einem Herzinfarkt) oft bei den immer beliebter werdenden Oldieshows zu finden, wo er Sweet-Stücke aus der Frühphase der Band, wie "Little Willy" oder "Wig-Wam Bam" spielte, Songs, die man bei der Originalband nicht erwarten konnte, sie spielen Titel wie "Set Me Free" und "Cockroach", aber auch die Rock-Single-Erfolge. Der große Bruch kam dann im Jahr 1990, Mick Tucker flog unter fragwürdigen Gründen aus der Sweet Band. Er gab kurz vor seinem Tod noch ein Interview, welches dann später als CD erschien. Andy Scott firmierte fortan unter "Andy Scotts Sweet" . Er betätigt sich seither auch noch Produzent. Unter seinem Namen werden etliche Platten herausgebracht, u.a. von Bands aus Skandinavien und England, aber auch von einer jungen Solosängerin namens "Tacy". Zudem veröffentlichte er verschiedene CDs und eine DVD. Parallel zu den Bands entwickelte sich bei den Fans ein großes Interesse, die die Band The Sweet zur Kultgruppe werden ließ. The Sweet ist auch noch heute unterwegs als Andy Scott's Sweet und spielt live die Stücke der 70er Jahre, wenn auch mit anderer Besetzung. Unter dem Titel "Brian Connolly's Sweet" erschien eine CD mit Remixes von Julian Beeston und Bands wie Alien Sex Fiend und Die Krupps. Die Begleitband von Brian Connolly blieb auch nach seinem Tod unter dem von ihm kreierten Namen BC Sweet auf der Bühne. Sie veröffentlichte eine CD und trat zunächst mit dem von Andy Scott herausgeworfenen Bassisten und Sänger seiner Band "Jeff Brown" auf. Diverse Bandumbesetzungen gab es bei beiden Formationen, auch Prozesse wegen des Namens gehörten zur Tagesordnung und beide Gruppen spielen inzwischen bei Oldieshows. Momentan touren "Andy Scott's Sweet" durch Europa, auf ihrer "Fanny Adams Revisited Tour". Singles
Alben
(Quelle: Wikipedia) |
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